AKTUELLES ZUM CORONAVIRUS

Do, 26.03.2020

Ausgabe 4

bdo Daily Update - 26. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

Schreib-Ratgeber und Text-Experten warnen stets vor dem Einsatz von allzu vielen Adjektiven. Bei der Auseinandersetzung mit der Lage der Unternehmen im Bustourismus kann man derzeit auf diese einordnenden Angaben aber nicht verzichten. Die Situation ist schlicht düster und furchteinflößend. Wie wollen wir dem begegnen? Auch da müssen wieder die Adjektive her: Wir bleiben mutig, energisch und engagiert. In diesem Sinne: Hier finden Sie die aktuellen Infos des privaten Busgewerbes in Zeiten der Corona-Krise.


Brief an den Bundesarbeitsminister.

“Es ist jetzt wichtig, den Unternehmen und ihren Beschäftigten arbeits- und sozialrechtliche Flexibilität einzuräumen, damit sie diese Ausnahmesituation möglichst ohne große Schäden überstehen.” So leitet der heute an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verschickte Brief des privaten Busgewerbes eine Reihe von konkreten Vorschlägen ein. In den gemeinsam mit den Landesverbänden formulierten Forderungen geht es unter anderem um Arbeitnehmerüberlassung, Kurzarbeitergeld, Minijobs und Arbeitszeitkonten.


Zum Verschieben anregen.

Der DRV ruft aktuell Reisende auf, ihre gebuchten Reisen nicht zu stornieren, sondern einfach nur aufzuschieben. “Die Idee hinter der Solidaritätsaktion: Wenn Reisen nicht gecancelt, sondern auf einen späteren Termin verlegt werden, bleibt die dringend benötigte Liquidität in den Unternehmen.” Dafür stehen kostenfrei verschiedene Kampagnenmotive für Facebook, Instagram und Twitter bereit. Sie können diese einfach herunterladen und posten unter #verschiebdeinereise.

Zur Kampagne #verschiebdeinereise


Überwältigende Resonanz auf Appell.

Am Dienstag hat sich bdo-Präsident Karl Hülsmann in einem dramatischen Appell an die gesamte deutsche Politik gewandt. Die Resonanz fiel überwältigend aus. Weit mehr als 100 Rückmeldungen sind allein bis heute eingegangen. Allen ist gemein, dass sie Verständnis für die Existenzängste des Busmittelstands haben. Wir brauchen aber mehr als nur warme Worte. Das Rettungspaket muss nachgebessert werden, damit es auch nach der Corona-Krise noch einen Busmittelstand gibt.


ARD zeigt Schicksal der Busunternehmen - und die Hilfslücke für den Mittelstand.

Busunternehmerin Bettina Sieckediek kam im ARD Extra am Mittwochabend zu Wort und skizzierte die dramatische Lage im Gewerbe. Schön, dass das gesehen wird. Ebenfalls wichtig ist, wie der Ökonom Jens Südekum in der Sendung aufzeigt, dass es bei den bisherigen Rettungsmaßnahmen der Bundesregierung für die Wirtschaft eine Lücke gibt. Unternehmen, die zwischen elf und 249 Beschäftigte haben, bleiben ungerecht außen vor, wenn es um Schutz und Hilfsmittel geht.

ARD-Mediathek


Der Blick fällt auf den Mittelstand - und die Omnibusunternehmer.

Auch der Berliner Tagesspiegel kommentiert: “Jetzt kommen die staatlichen Hilfen des Bundes – und was ist mit den kleinen und mittleren Unternehmen? Die dürfen nicht noch länger warten müssen. Das können sie nämlich nicht: warten. Beispiel Omnibusunternehmer. Von denen heißt es schon, dass viele Arbeitgeber, oft im ländlichen Raum, die Epidemie wohl nicht überstehen. In den nächsten Tagen würden die ersten den Betrieb einstellen. Denn von Soforthilfen profitieren zunächst Solo-Selbstständige, Kleinstunternehmer – und Großkonzerne.”

Tagesspiegel


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